Die Zeit ist objektiv betrachtet nicht meßbar
Zeit, heißt es oft, fließt wie ein Fluß. Aber wir haben diesen Fluß kanalisiert und begradigt, so dass er immer schneller fließt. Die Mäander und Flußauen, die einst die Wasserfluten aufnahmen, existieren nicht mehr, und das Ergebnis ist katastrophal. Manche Menschen schwimmen mit der Strömung und hoffen, damit der Zeit voraus zu sein. Andere versuchen, gegen den Strom zu schwimmen, werden aber davongetragen: Wenn sie in die Ferien gehen, um sich zu entspannen, wird ihre Entspannung zu harter Arbeit. Wieder andere versuchen, stromauf zu schwimmen, die Uhr bis ins Mittelalter oder die Steinzeit zurückzudrehen. Doch der Weg, sich Anschauungen und Praktiken der Vergangenheit zu nähern, hilft nicht, die Gegenwart zu finden. Ferien von der Gegenwart enden immer am Montagmorgen — und die Probleme bleiben ungelöst. Schließlich sind da noch jene, die die Situation ignorieren und nicht erkennen, welche Wirkungen sie hat und was sie verloren haben.
|
 |
|